Angebote

Such(t)- und Wendepunkt e.V. bietet Hilfen für alkoholbelastete Familien.
Egal ob Eltern, Kinder, Betroffene oder Angehörige: Alle haben die Möglichkeit in unsere Beratungsstelle zu kommen. Die Anonymität wird so lange gewährleistet, wie es gewünscht wird.

Wir bieten auch Fachberatung und Fortbildungen für LehrerInnen, ErzieherInnen und andere Fachkräfte, im Umgang mit Kindern aus suchtbelasteten Familien, an.

Unsere Angebote im Detail:

Für Eltern und Angehörige

Wir unterstützen Eltern und stellen ihnen eine Person zur Seite, um den Weg aus der Sucht zu planen und umzusetzen. Themen wie Suchtmittelreduktion oder auch Abstinenz können gemeinsam bearbeitet werden.

Aber auch das eigene Erziehungsverhalten:

Wie wirkt sich die eigene Abhängigkeitserkrankung auf die Erziehung aus?
Im Gespräch wird geklärt, wie trotz der Sucht die Kinder nicht aus dem Blick geraten.

Auch abhängige Eltern können gute Eltern sein.

Erziehungsbeistandschaft (§30)

Die Erziehungsbeistandschaft ist ein Hilfsangebot im Lebensumfeld der Hilfesuchenden und richtet sich an Kinder und Jugendliche, die noch bei ihren Eltern Leben und durch eine Alkohol- bzw. Suchtproblematik der Eltern beeinflusst werden, insbesondere wenn diese keine Krankheitseinsicht zeigen und an ihrer persönlichen Situation nichts ändern wollen. Ziel ist die Begleitung und Förderung der Entwicklung und der Verselbständigung unter Einbezug des sozialen Umfelds. Der familiäre Bezug soll dabei erhalten werden, und fließt in die Betreuung mit ein.

Auch nach einer erfolgreichen Therapie der Eltern ist der Genesungsprozess noch lange nicht abgeschlossen. Im alltäglichen Zusammenleben stellen sich die Probleme erneut, und die Betroffen müssen lernen ihren Lebensalltag neu zu gestalten. Dabei müssen neue Verhaltensmuster verinnerlicht und die Einsicht in eine dauerhafte Abstinenz gewonnen werden.

Die Kinder und Jugendlichen sollen ihren Resilienzen entsprechend gefördert und gestärkt werden. Dabei sollen sie lernen ihre eigene Situation zu erkennen und mit ihr umzugehen.

Im Kontakt mit Schulen und angrenzenden Institutionen wird ein soziales Netz entwickelt, in dem den Kindern ein gesundes Aufwachsen ermöglicht wird.

Es ist bekannt, dass die Schwere der Schäden, die durch die Suchterkrankung der Eltern entstehen, vom Stadium der Suchterkrankung und dem Alter der Kinder abhängt. Vereinfacht gesagt, je weiter fortgeschritten die Erkrankung, und je jünger das Kind, desto schwerer sind die Folgen. Deshalb wenden wir uns mit unserem Projekt „Hilfe für Kinder von alkoholkranken Eltern“ nicht nur an die Kinder und Jugendlichen, deren Eltern sich bereits in suchttherapeutischer Behandlung befinden, sondern die noch unter einer bestehenden Alkoholproblematik oder -erkrankung ihrer Eltern leiden. Unabhängig davon, ob ihre Mütter oder Väter Krankheitseinsicht oder gar den Wunsch mit dem Trinken aufzuhören haben oder nicht.

Sozialpädagogischen Familienhilfe (§31)

Die Sozialpädagogische Familienhilfe ist ein Hilfsangebot im Lebensumfeld der Hilfesuchenden. Das heisst konkret, den Vater und/oder die Mutter zur Inanspruchnahme von Hilfen für ihre Suchtproblematik und/oder Co-Abhängigkeit zu motivieren. Dabei stehen wir in engem Kontakt mit stationären und ambulanten Suchthilfeeinrichtungen.
Nach Möglichkeit sollten die Kinder altersgemäß an dem Prozess beteiligt werden.
Im weiteren bedeutet dies aber auch, die Kinder in ihrer Entwicklung zu fördern und das Kindeswohl zu sichern.
Auch nach einer erfolgreichen Therapie ist der Genesungsprozess des suchtkranken Elternteiles noch lange nicht abgeschlossen. Im alltäglichen Zusammenleben, stellen sich die Probleme erneut, und die Betroffen müssen lernen ihren Lebensalltag neu zu gestalten. Dabei müssen neue Verhaltensmuster verinnerlicht und die Einsicht in eine dauerhafte Abstinenz gewonnen werden. Ebenso ist es uns wichtig, dass weiter am Krankheitsbild gearbeitet wird. Dies kann durch Teilnahme an Selbsthilfegruppen o.ä. erreicht werden.

Such(t)- und Wendepunkt e.V. begleitet die Familien und thematisiert frühzeitig auftretende Konflikte. Die Kinder und Jugendlichen bekommen eigene Ansprechpartner zur Seite gestellt. Die Erwachsenenarbeit und die Belange der Kinder werden so nicht nur thematisch, sondern auch personell getrennt. So werden die Bedürfnisse der Kinder in den Fokus gerückt. Gerade in suchtbelasteten Familien zieht das Thema der Abhängigkeit oft alle Aufmerksamkeit auf sich.

Die Kinder und Jugendlichen sollen ihren Potentialen entsprechend gefördert und gestärkt werden. Dabei sollen sie lernen ihre eigene Situation zu erkennen, um mit ihr umgehen zu können. Im Kontakt mit Schulen und angrenzenden Institutionen wird ein soziales Netz entwickelt, in dem den Kindern ein gesundes Aufwachsen ermöglicht wird.

Ebenso bieten wir alltagsorientierte Unterstützung bei der Bewältigung von belastenden Lebenssituationen an. Dabei stehen Unterstützungsangebote mit dem Ziel, die Selbsthilfepotentiale in der Familie zu aktivieren, im Vordergrund.

Suchtberatung / Alkohol

In diesem Bereich arbeiten wir eng mit anderen Insitutionen der Suchthilfe zusammen.
Wir beraten gern, welche weiteren Schritte sinnvoll wären, sinnvoll für die Eltern aber auch sinnvoll und angezeigt für die Kinder.

MUT! - Kurs

Schon der Kurstitel weist daraufhin, worum es sich bei diesem Erziehungskurs inhaltlich handelt: den Mut zu haben, die Realität wahrzunehmen, Neues auszuprobieren, sich anderen zu öffnen und das eigene Kind zu ermutigen.
Der Kurs richtet sich an suchtgefährdete und suchtkranke Mütter von legalen/illegalen Drogen. Auch co-Abhängige, essgestörte und spielsüchtige Mütter können teilnehmen. Ziel ist, das Erziehungsverhalten zu reflektieren, vor dem Hintergrund eigener problematischer Kindheitserfahrungen, schwieriger Lebensgeschichte und fehlender Erziehungsvorbilder. Die Mütter lernen, sich mit dem direkten und indirekten Einfluss ihrer Suchterkrankung auf ihr Kind auseinanderzusetzen.

MUT! vermittelt Informationen über das Spektrum elterlicher Aufgaben für das emotionale und physische Woh ldes Kindes. Es gibt konkrete Erziehungstipps zur Grenzziehung und Konfliktlösung durch gezielte praktische Übungen. Die Wichtigkeit der Öffnung im Sozialraum wird thematisiert. Einblicke in kindliche Entwicklungsphasen werden dargestellt. Fragen zum Thema Kindeswohl werden schwerpunktmäßig bearbeitet.

Anschauliches Material und kreative Methoden tragen dazu bei, dass die Inhalte lebendig und lebensnah vermittelt werden. Die zielorientierten Kursinhalte werden durch kreative Arbeiten und Rollenspiele lebendig vermittelt. Humor und Spaß sind dabei wichtige Elemente.

Der Kurs ist kostenfrei. Ein leckeres Frühstück wird bei jedem Treffen angeboten.
Der Kurs findet statt, wenn mindestens fünf Anmeldungen vorliegen.

Familienberatung

In Einzelfällen führen wir auch Familienberatungen durch. Sucht wirkt sich immer auch auf das Familiensystem aus, sodass ein offenes gemeinsames Gespräch zur Klärung von Bedürfnissen und Wünschen genutzt werden kann.

Für Kinder

Beratung

Kommt entweder alleine oder mit Erziehern, Freunden oder anderen Bezugspersonen in unsere Beratungsstelle. Wir geben Euch Tips wie ihr mit der Suchtkrankheit Eurer Eltern umgehen könnt. Gemeinsamen schauen wir nach Möglichkeiten wie Eure Eltern gesund werden oder wie es für Euch weiter gehen kann. Die Anonymität wird so lange gewährleistet, wie es gewünscht wird.

Wochenenden

Unsere Wochenenden richten sich an Kinder zwischen 8 bis 13 Jahren, die in einer alkoholbelasteten Familie leben oder die in Pflegefamilien aufwachsen und die durch Alkohol geprägten Erlebnisse in ihren Herkunftsfamilien zu verarbeiten haben.
Gemeinsam verbringen wir das Wochenende zusammen. Untereinander bleibt Zeit zum Austausch mit anderen KIndern die ähnliches erlebt haben. Unsere Fachkräfte leiten das Ganze an und sorgen für eine schöne Zeit.

Ferienprogramm

Regelmäßig in den Hamburger Schulferien findet unser Ferienprogarmm statt. Mehrmal pro Woche machen wir gemeinsame Ausflüge und unternehmen spannende Sachen. Infos bekommt ihr unter 040-24424180.

Für Fachkräfte

Fachberatung rund ums Thema Alkohol, Sucht und Kinder von alkoholkranken Eltern.

Fachinformation

Wir bieten Fortbildungen an für FachkollegInnen, wie z.B. LehrerInnen, ErzieherInnen, SozialarbeiterInnen, PädagogInnen etc.

Gern können Sie zu uns kommen, wir kommen aber auch gern zu Ihnen.
Sprechen Sie uns an!

Beratung

Sie haben Kontakt zu einem Kind oder Jugendlichen, und wissen nicht mehr wie es weitergehen soll? Immer wieder berichtet das Kind / der Jugendliche von Angehörigen, die zum wiederholten Male volltrunken zu Hause erscheinen oder gar nicht mehr nach Hause kommen, wenn sie getrunken haben?

Wir beraten Sie gerne allein oder gemeinsam mit dem betroffenen Kind/Jugendlichen.

Kostenlose Rufnummer

Kein Guthaben auf dem Telefon? Kein Problem!
Unter der Rufnummer 0800-2802801 sind wir zu unseren Bürozeiten auch kostenlos erreichbar.