Angebote

Sucht ist bei uns kein Tabuthema! Egal ob Eltern, Kinder, Betroffene, oder Angehörige: hier gibt es Beratung und Unterstützung. Die Anonymität wird so lange gewährleistet, wie es gewünscht wird.

Wir bieten auch Fachberatung und Fortbildungen für Lehrer*innen, Erzieher*innen und andere Fachkräfte, im Umgang mit Kindern aus suchtbelasteten Familien, an.

Unsere Angebote im Detail:

Für Kinder

Beratung

Komm entweder alleine oder mit einer vertrauten Person (Freund*in, Lehrer*in, Tante/Onkel, Oma/Opa, ...) zu uns. Wir geben dir Tipps, wie du damit umgehen kannst, wenn Mama oder Papa (oder beide) zu viel Alkohol trinken. Gerne können wir auch erst einmal telefonieren. Gemeinsam schauen wir, was du brauchst und wie es für dich und deine Eltern weiter gehen kann. Dazu musst du uns deinen Namen nicht sagen, wenn du das nicht möchtest.
Das Wichtigste schon jetzt:
Sucht ist eine Krankheit.
Du hast sie nicht verursacht.
Du kannst sie nicht heilen.
Du kannst sie nicht kontrollieren.
Du kannst für dich selber sorgen, indem du über deine Gefühle mit Erwachsenen sprichst, denen du vertraust.
Du kannst gesunde Entscheidungen treffen – für dich.
Du kannst stolz auf dich sein und dich selber lieb haben.

Kinder-Wochenendfreizeiten

Unsere Wochenendfreizeiten richten sich an Kinder zwischen 8 bis 13 Jahren, die in einer alkoholbelasteten Familie leben oder die in Pflegefamilien aufwachsen und die durch Alkohol geprägten Erlebnisse in ihren Herkunftsfamilien zu verarbeiten haben.
Gemeinsam verbringen wir das Wochenende. Untereinander bleibt Zeit zum Austausch mit anderen KIndern, die ähnliches erlebt haben. Unsere Fachkräfte leiten das Ganze an und sorgen für eine schöne Zeit. Mit verschiedenen Angeboten von Natur über Kunst, Musik und Spiele ist für alle was dabei.

Ferienprogramm

Regelmäßig in den Hamburger Schulferien findet unser Ferienprogarmm statt. Mehrmal pro Woche machen wir gemeinsame Ausflüge und unternehmen spannende Sachen. Infos bekommt ihr unter 040-24424180.

Für Eltern und Angehörige

Wir unterstützen Eltern und stellen ihnen eine Person zur Seite, um den Weg aus der Sucht zu planen und umzusetzen. Im Gespräch klären wir, wie trotz der Sucht die Kinder nicht aus dem Blick geraten und reflektieren das Erziehungsverhalten: Wie wirkt sich die Abhängigkeitserkrankung auf die Erziehung aus? Auch abhängige Eltern wollen - und können! - gute Eltern sein.

Erziehungsbeistandschaft (§30 SGB VIII)

Die Erziehungsbeistandschaft richtet sich an Kinder und Jugendliche, die noch bei ihren Eltern leben und durch eine Alkohol- bzw. Suchtproblematik der Eltern belastet sind, insbesondere wenn diese keine Krankheitseinsicht zeigen und an ihrer persönlichen Situation nichts ändern wollen. Ziel ist die Begleitung und Förderung der Entwicklung und der Verselbständigung unter Einbezug des sozialen Umfelds. Der familiäre Bezug soll dabei erhalten werden und fließt in die Betreuung mit ein.
Die Kinder und Jugendlichen werden ihren Ressourcen entsprechend gefördert und gestärkt. Dabei helfen wir ihnen ihre eigene Situation zu erkennen und mit ihr umzugehen. Im Kontakt mit Schulen und angrenzenden Institutionen wird ein soziales Netz entwickelt, in dem den Kindern ein gesundes Aufwachsen ermöglicht wird.
Die Erziehungsbeistandschaft ermöglicht Kindern und Jugendlichen auch dann, eine Hilfe im Lebensumfeld zu bekommen, wenn Eltern (noch) nicht bereit sind, sich mit ihrem problematischen Suchtmittelkonsum auseinander zu setzen.

Sozialpädagogische Familienhilfe (§31 SGB VIII)

Die Sozialpädagogische Familienhilfe richtet sich an die ganze Familie und findet in ihrem Lebensumfeld statt. Die Eltern werden zur Inanspruchnahme von Hilfen für ihre Suchtproblematik und/oder Co-Abhängigkeit motiviert. Dabei stehen wir in engem Kontakt mit stationären und ambulanten Suchthilfeeinrichtungen.
Die Kinder werden altersgemäß an dem Prozess beteiligt und in ihrer Entwicklung gefördert. Entscheidungen haben immer das Wohl des Kindes im Blick.
Auch nach einer erfolgreichen Therapie ist der Genesungsprozess des suchtkranken Elternteils noch nicht abgeschlossen. Im alltäglichen Zusammenleben stellen sich die Probleme erneut, und die Familie muss lernen ihren Lebensalltag suchtmittelfrei neu zu gestalten. Auch dabei unterstützt die Familienhilfe.

Such(t)- und Wendepunkt e.V. begleitet die Familien und thematisiert frühzeitig auftretende Konflikte. Kinder und Jugendliche bekommen eigene Ansprechpartner*innen zur Seite gestellt. Die Erwachsenenarbeit und die Belange der Kinder werden so nicht nur thematisch, sondern auch personell getrennt, um die Bedürfnisse der Kinder in den Fokus zu rücken. Gerade in suchtbelasteten Familien zieht das Thema der Abhängigkeit oft alle Aufmerksamkeit auf sich.

Die Kinder und Jugendlichen werden ihren Ressourcen entsprechend gefördert und gestärkt. Dabei helfen wir ihnen ihre eigene Situation zu erkennen und mit ihr umzugehen. Im Kontakt mit Schulen und angrenzenden Institutionen wird ein soziales Netz entwickelt, in dem den Kindern ein gesundes Aufwachsen ermöglicht wird.

Ebenso bieten wir alltagsorientierte Unterstützung bei der Bewältigung von belastenden Lebenssituationen an. Dabei stehen Unterstützungsangebote mit dem Ziel, die Selbsthilfepotentiale in der Familie zu aktivieren, im Vordergrund.

Suchtberatung / Alkohol

Menschen mit einer Suchterkrankung haben unterschiedliche Bedürfnisse, wenn es darum geht, den Weg zu einem suchtmittelfreien Leben einzuschlagen. Manche fühlen sich in einer Selbsthilfegruppe gut aufgehoben, andere möchten eine Therapie möglichst weit weg vom Umfeld, wieder anderen ist es wichtig, aus dem gewohnten Alltag heraus Suchtberatung in Anspruch zu nehmen. Wir kennen uns mit den Angeboten der Suchthilfe aus und beraten gern, welche Möglichkeiten es gibt, und welche weiteren Schritte für Eltern und Kinder sinnvoll wären.

Familienberatung

In Einzelfällen führen wir auch Familienberatungen durch. Sucht wirkt sich immer auch auf das Familiensystem aus, sodass ein offenes gemeinsames Gespräch zur Klärung von Bedürfnissen und Wünschen genutzt werden kann.

Kostenlose Rufnummer

Kein Guthaben auf dem Telefon? Kein Problem!
Unter der Rufnummer 0800-2802801 sind wir zu unseren Bürozeiten auch kostenlos erreichbar.

Für Fachkräfte

Fachberatung und Fortbildung rund ums Thema Alkohol, Sucht und Kinder aus alkoholbelasteten Familien.

Fachinformation

Wir bieten Fortbildungen an für FachkollegInnen, wie z.B. Lehrer*innen, Erzieher*innen, Sozialarbeiter*innen, Pädagog*innen, etc.Es ist auch möglich, gemeinsam ein Konzept zu erarbeiten, wie Kindern von Suchtkranken in Ihrer Einrichtung begegnet werden kann.
Gern können Sie zu uns kommen, wir besuchen Sie aber auch in Ihrer Einrichtung.
Sprechen Sie uns an!

Beratung

Sie haben Kontakt zu einem Kind oder Jugendlichen, und wissen nicht mehr wie es weitergehen soll? Immer wieder berichtet das Kind / der*die Jugendliche* von Angehörigen, die volltrunken zu Hause erscheinen oder gar nicht mehr nach Hause kommen, wenn sie getrunken haben? Sie haben eine Vermutung, dass bei Eltern eine Suchterkrankung vorliegen könnte, und wissen nicht, ob und wie Sie es ansprechen sollen?

Wir beraten Sie gerne allein oder gemeinsam mit dem betroffenen Kind/Jugendlichen.